
Maris mit Patty
Mit einem 6:4 zu Gunsten der Kaspelspieler endete der Straßenfeger unter den Augen des Geschäftsführers des Helios Klinikum und der Ausnahmevolleyballer der Helios GRIZZYS Giesen.
Bereits der Vorabend brachte den TTS so richtig in Schwung. In der Cafeteria der Kaspelarena wurde eine harmonische Jahreshauptversammlung abgehalten, die in einem gesponserten Currywurst-Essen gipfelte. Nicht nur der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Aufwind gab es vor allem durch die Wahl des neuen Geschäftsführers. TTS-Urgestein Marius Hagemann stellte sich zur Wahl und wurde einstimmig berufen.
Kein Wunder, dass Hallensprecher Riekus Bruns bei der Begrüßung vor der TTS-Hymne den Ohrwurm der Scorpions, „Wind of change“ abspielen ließ.
In der Begrüßungsansprache hob Riekus Bruns die Favoritenrolle der Adlerträger aus Frankfurt hervor, versprach aber ein Fight auf Augenhöhe. Und er sollte Recht behalten.
Explosiv, wie bis dahin noch nicht gesehen, entzauberten die Kaspelspieler die erfolgsgewohnten Duos der Gäste zur völlig überraschenden 2:0 Führung.
Bei der Aufstellung der Eingangsdoppel bewies Teamchef Olaf Sprung ein gutes Händchen. Mit Jakub Kosowski und Michal Malaschowski vertraute er dem polnischen Duo, die noch bei ihrem ersten Einsatz erfolglos blieben. Auch Maris Miethe und Patrick Decker erwischten einen Glanztag.
In dieser Phase zeigten die Hessen Moral. Gleich zweimal lagen sie in den folgenden Einzelvergleiche zurück. Alles deutete auf einen schnellen Spielausgang hin. Doch die Gäste kamen zurück und punkteten zum 3:3 Zwischenstand, nachdem zuvor der an diesem Tag glänzend aufgelegte Michal Malaschowski eindrucksvoll über den Kroaten Lukka Lucec triumphierte.
Und das reichte dem jungen Polen noch lange nicht. Auch mit seinem zweiten Einzelgegner, Alexander Krenz, machte er kurzen Prozess und die begeisterten Fans feierten ihn als „Man of the Match“.
Für die weiteren Siegpunkte zeichneten jeweils in hochklassigen Direktvergleichen Jakub Kosowski und Patrick Decker gegen das Spitzenpaarkreuz Dennis Dickhardt und Jens Schabaker verantwortlich.
Eine glänzende Kür, wie man auf den Rängen befand, ließ die TTSler in der Tabelle an den Füchsen aus Berlin vorbeiziehen und punktgleich zu dem Tabellensechsten TUS Celle aufschließen.