
Mit einem hart erkämpften 5:5 beim favorisierten TTC Lampertheim und einer trotz des deutlichen Ergebnisses umkämpften 1:6-Niederlage bei Eintracht Frankfurt kehrte der TTS Borsum von seinem Auswärtswochenende in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord zurück.
Ohne ihre Nummer eins, Jakub Kosowski, überzeugte die Mannschaft mit Einsatz und spielerischer Qualität. Teamchef Olaf Sprung zog deshalb eine positive Bilanz.
Bereits am Samstag gelang den Borsumern in Lampertheim ein bemerkenswerter Punktgewinn – und das am Tag der Anreise. Heye Koepke und Mio Lukas Wagner sorgten mit einem starken Doppelauftritt für das zwischenzeitliche 1:1. „Ein traumhaftes Doppel“, lobte Sprung.
Besonders nervenstark präsentierte sich Patrick Decker. Nachdem er im dritten Satz bereits zwei Matchbälle vergeben hatte, geriet er im Entscheidungssatz mit 5:9 in Rückstand. Doch der Routinier kämpfte sich zurück und entschied die Partie noch für sich. Dieser Erfolg war ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Unentschieden.
Ein Sonderlob erhielt auch Maris Miethe. Nach Einschätzung des Teamchefs zeigte der Nachwuchsspieler seine bislang beste Leistung im TTS-Trikot. Pech hatte dagegen Mio Lukas Wagner bei seinem Debüt für Borsum: Nach dem überzeugenden Doppel verlor er beide Einzel erst im fünften Satz. Am Ende fehlten den Gästen lediglich zwei Bälle zum möglichen Gesamtsieg. Dennoch durfte sich das 5:5 beim hoch eingeschätzten Gastgeber wie ein Erfolg anfühlen.
Am Sonntag folgte in Frankfurt eine bittere Niederlage, deren Höhe dem tatsächlichen Verlauf nicht gerecht wurde. Die Eintracht trat nach Einschätzung Sprungs erstmals in dieser Saison in stärkster Besetzung an. Trotzdem boten sich den Borsumern mehrere Möglichkeiten, das Ergebnis wesentlich freundlicher zu gestalten.
Koepke und Wagner lieferten Dickhardt und Schabacker im Doppel einen ausgeglichenen Kampf, mussten sich aber erst in der Verlängerung des fünften Satzes geschlagen geben. Auch Koepkes erstes Einzel gegen Dickhardt war hart umkämpft. Trotz eigener Matchchancen ging die Begegnung verloren. Nach den Doppeln und den ersten beiden Einzeln lag Borsum damit bereits 0:4 zurück.
Anschließend setzte Wagner ein Ausrufezeichen: Mit einem überzeugenden 3:0 gegen Schabacker holte er den einzigen Borsumer Punkt. „Mio hat unfassbar gut gespielt“, schwärmte Sprung. Für den Teamchef zeigte dieser Auftritt, dass der junge Linkshänder sowohl in der Mannschaft als auch in der Liga angekommen ist.
Miethe stand gegen Waltemode ebenfalls dicht vor einem Erfolg. Nach einer 2:0-Satzführung und einem 9:7 im vierten Durchgang konnte er die Partie jedoch nicht abschließen und unterlag schließlich in fünf Sätzen. Damit gingen sämtliche Entscheidungssätze dieses Sonntags an Frankfurt.
Möglicherweise fehlten in den engen Schlussphasen auch die letzten Kraftreserven. Schließlich hatten die Borsumer am Samstag neben der Anreise bereits das kräftezehrende Duell in Lampertheim bewältigen müssen. Auch Sprung vermutete, dass das eine oder andere „Körnchen von gestern“ gefehlt habe.
Trotz der Enttäuschung über das 1:6 überwog beim Teamchef die Zufriedenheit mit dem gesamten Wochenende. Nun bleiben fünf Wochen, um sich auf das erste Heimspiel gegen den TTC Waldniel vorzubereiten. Dann will der TTS vor eigenem Publikum wieder voll angreifen.